Frühjahr 2026 (Band 4, Ausgabe 1) · Editorial
Editorial
DOI: 10.18420/ibis-4-1-%x
Liebe Leserinnen und Leser,
als Redaktionsteam freuen wir uns, auch in dieser Ausgabe wieder unterschiedliche Zugänge zu gutem Informatikunterricht zusammenzuführen – von sprachsensibler Materialgestaltung über motivierende Lernformate bis hin zu reflektierten Erfahrungen mit KI-Werkzeugen.
Prior, Ferdinand und Diethelm zeigen in „Arbeitsblätter mit Superkräften“, wie sprachsensibles Gestalten von Arbeitsblättern für Informatikunterricht konkret umgesetzt werden kann. Anhand der „Superkräfte von Captain Klartext“ werden Analyse- und Überarbeitungsstrategien für Texte, Aufgabenstellungen und Layout nachvollziehbar dargestellt.
Mitas, Sachweh und Woltemate geben in „Lernen für den Escape Room – Einblicke in ein Förderprojekt“ Einblick in das Dortmunder Vorhaben „Informatik all inclusive“, das außerschulische Angebote zur Förderung von Digitalkompetenzen bereitstellt. Der Beitrag beschreibt, wie Gamification und Beziehungsarbeit genutzt werden, um Grundkenntnisse in Informatik zu vermitteln und Interesse an IT-Berufen zu stärken.
Hollaus und Reinold berichten in „Projekte in der 10. Klasse mit Verwendung von KI-Werkzeugen – Ein Erfahrungsbericht“ über die systematische Integration DSGVO-konformer KI-Assistenten in die Java-Projektarbeit.
Koopmans erläutert in „Lehrreich und Lustig – Memes als neue Dimension des Lernens“, wie Memes didaktisch strukturiert eingesetzt werden können, etwa zum Einstieg, zur Veranschaulichung oder sogar als Lernzielkontrolle. Der Beitrag konkretisiert zudem, wie Memes Aufgabenformate über verschiedene Anforderungsniveaus hinweg unterstützen und Kreativität sowie kritisches Denken anregen können.
Apeldoorn und Thevapalan richten den Blick in „KI in der Schule und im interdisziplinären Studium – Regelbasierte Systeme und Wissensrepräsentation im Kontext von Agenten“ auf klassische KI-Inhalte wie Wissensrepräsentation und regelbasierte Systeme. An Beispielen mit Antwortmengenprogrammierung wird gezeigt, wie die Konzepte sowohl schulisch als auch in interdisziplinären Studienkontexten eingeführt und praktisch umgesetzt werden können.
Schulz und Kiesler bündeln in „Empfehlungen für einen gendersensiblen Informatikunterricht“ zentrale Hinweise zur Gestaltung eines gendersensiblen Unterrichts. Exemplarisch wird eine Handreichung vorgestellt, die Lehrkräften konkrete Ansatzpunkte für Planung, Durchführung und Reflexion an die Hand gibt.
Beste, Wittenberg und Pancratz stellen in „Data Science im informatischen Unterricht – Der EduBreakout ‚Expedition in die Tiefsee‘“ einen erprobten EduBreakout vor, der Data-Science-Konzepte wie Clustering und Entscheidungsbäume in ein spielbasiertes Unterrichtsszenario überführt. Neben dem Konzept werden Materialien und Erfahrungen aus Durchführungen mit Schüler:innen und Studierenden berichtet, die auf hohe Aktivierung und anschauliches Lernen hinweisen.
Viel Freude beim Lesen wünschen
Andreas
Peer
Sandra
Tilman
Zitationsvorschlag
(2026). Editorial. Informatische Bildung in Schulen 4(1). https://doi.org/10.18420/ibis-4-1-%25x